Tattoos und Diabetes – Teil III: Probleme

Tattoos und Diabetes – Teil III: Probleme

Nicht immer läuft beim Stechen des Tattoos alles glatt. Ob der Diabetes nun schuld daran trägt oder nicht, sei mal dahin gestellt. Dennoch möchte ich ein paar der Problematiken, mit denen ich im Laufe der Jahre beim Tätowieren zu tun hatte, mit euch teilen.


Noch nicht so weit? Hier findest du Teil I der Tattoo-Tipps über Vorbereitung & Stechen und hier Teil II über die Abheilung!


Probleme mit dem Tattoo?

Ein paar kleinere und größere Probleme traten leider immer wieder beim Stechen auf. Ob dies am Diabetes liegt oder einfach an der Beschaffenheit meiner Haut, kann ich leider nicht sagen – ich habe die Diagnose ja schon mit 8 Jahren bekommen und weiß entsprechend nicht, wie meine Haut ohne den Diabetes so drauf wäre 😉

Zum einen schwillt meine Haut sehr stark an und wird rot. Auch Wundwasser und Blut treten in Mengen aus, die wohl eher nicht normal sind. Wir haben das Problem in den Griff bekommen, indem ich am Abend vor dem Tattoo sowie direkt davor eine Ibuprofen einnehme. Nehmt bitte kein Aspirin oder andere blutverdünnende Medikamente ein, die würden das Ganze nur verschlimmern! Auch hier gilt: Das ist kein fundierter medizinischer Ratschlag, sondern nur meine Erfahrungen, die bei euch komplett anders sein können. Sprecht bitte immer vorher mit euren Tätowierer ab, wenn ihr Medikamente einnehmen wollt!


Lipohypertrophien als Tattoo-Problem-Quelle

Ein weiteres Problem, diesmal selbstverschuldet, war die Haltbarkeit der Farbe an manchen Stellen. Als ich jünger war, habe ich jahrelang exzessiv mein Insulin in den Oberarm gespritzt. Dadurch habe ich mir eine schöne Lypohypertrophie, also verhärtete Spritzstellen, „herangezüchtet“. War doof, weiß ich heute auch besser. Immer schön die Spritzstellen wechseln. Nachdem ich viele, viele Jahre überhaupt nicht mehr in den Oberarm injiziert habe, verschwanden diese Verhärtungen zumindest oberflächlich wieder, haben aber dennoch ihre Spuren hinterlassen.
Als es ans Tätowieren besagten Oberarms ging, hatte ich den Salat. Die Farbe blieb einfach nicht drin und sah leicht verwaschen aus. Wir mussten einige Male in verschiedenen Sitzungen über die gleiche Stelle tätowieren, bis es endlich gut aussah. Wenn man mir ganz fest über den Arm drückt, kann man aber immer noch die Verhärtungen spüren, die ich für dieses Problem verantwortlich mache. Bedenkt das bei der Wahl der Stelle oder macht am Besten gar nicht erst den Fehler, immer in die gleichen Stellen zu spritzen. Euer Zukunfts-Ich wird es euch Danken.


Vernarbung des Tattoos

Schön abgeheilt vs. Nicht so schön abgeheilt

Wie schon im Artikel über die Heilung angesprochen, kann es auch passieren, dass euer Tattoo leider nicht so schön abheilt. Mir persönlich passiert das hin und wieder, vor allem dort, wo die Haut sehr dünn ist. Die Heilungsphase zieht sich dann über Wochen hin und es bilden sich immer wieder Krusten und kleine, entzündete Stellen. Am besten bekomme ich das in den Griff, indem ich diese Stellen – nach dem obligatorischen Eincremen die ersten Tage! – einfach komplett in Ruhe lasse. Ich creme also den Rest des Tattoos normal weiter ein; Stellen, an denen sich kleine Krusten oder Entzündungen gebildet haben, lasse ich aber frei. Zumindest bei mir heilen diese Stellen trocken schneller ab, als wenn ich sie immer wieder mit Creme aufweiche.


Natürlich: Hypos und Hypers

Da braucht man nicht diskutieren: Hypos sind scheiße und Hypers genau so. Achtet also sowohl beim Tattoo-Termin an sich, als auch während der Abheilphase besonders gut auf eure Werte. Denn durch schwankende Werte kann sich die Wundheilung bei uns Diabetikern leider nochmal deutlich verschlechtern. Geht ihr gerade durch eine besonders turbulente Diabetes-Phase und habt die Krankheit vielleicht noch nicht so lange, um routinemäßig damit umzugehen – dann wartet vielleicht lieber noch ein paar Monate mit dem Tattoo. Es bleibt euch schließlich sowieso für immer. 😉


Hattet ihr jemals Probleme beim Tätowieren oder nach dem Stechen des Tattoos, die ihr vielleicht sogar auf den Diabetes zurück führt? Lasst es mich in den Kommentaren wissen 🙂

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